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Keine gute Kombination: Grapefruit und Medikamente


Bild: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Wirken Medikamente auf einmal zu stark oder zu schwach, ist die Erklärung dafür womöglich in Obstkorb oder Saftkarton zu finden. Denn Grapefruits können die Wirkung von Arzneimitteln beeinträchtigen, wie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt. 

Betroffen sind unter anderem Medikamente, die Blutdruck und Cholesterin senken, aber auch Immunsuppressiva, die bei Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Multipler Sklerose verordnet werden. Auch Wechselwirkungen mit einigen Krebsmitteln sind bekannt, schreibt der Krebsinformationsdienst, etwa mit dem Arzneistoff Imatinib. 

Gewissheit, ob sich ein Medikament mit Grapefruit verträgt, bringt ein Blick in die Packungsbeilage oder eine kurze Abklärung in der Apotheke. 

Schon ein Glas Saft kann zum Problem werden

Die Zitrusfrucht enthält Inhaltsstoffe, die ein Enzym namens CYP3A4 in seiner Arbeit ausbremsen. Das ist ein Eiweiß, das für den Abbau und Umbau von Wirkstoffen aus Arzneimitteln wichtig ist. Ob man die Frucht frisch oder in Form von Saft konsumiert, ist dabei egal. Und: Schon nach geringen Mengen wie einem Glas Saft können sich Effekte zeigen. 

Nun mag man auf die Idee kommen, ein paar Stunden zwischen Grapefruit-Genuss und Medikamenteneinnahme verstreichen zu lassen. Auch damit lassen sich Wechselwirkungen nicht umgehen - der Einfluss der Grapefruit auf den Stoffwechsel kann laut der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz über mehrere Tage anhalten. 

Die bittere Nachricht für alle Grapefruit-Fans lautet also: Wer ein Medikament einnimmt, das sich nicht gut mit der Frucht verträgt, sollte auf diese verzichten. 

Vorsicht auch bei diesen Zitrusfrüchten

Übrigens: Auch bei anderen Zitrusfrüchten drohen Wechselwirkungen mit Medikamenten. Der Krebsinformationsdienst nennt als Beispiel Pomelo, eine Kreuzung aus Grapefruit und Pampelmuse.

Auch bei Limetten und Sevilla-Orangen, die auch als Bitterorangen bekannt sind, ist Vorsicht geboten. Orangen und Mandarinen hingegen gelten der Verbraucherzentrale zufolge als unbedenklich. Auch für Zitronen sind keine Wechselwirkungen mit Medikamenten bekannt.


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(22.10.2026)


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